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  • Vergesslichkeit wird bestraft

    Vergesslichkeit wird bestraft

    Am nächsten Tag hieß es: auf in die Innenstadt. Da Kalle gerade eingeschlafen war, entschieden wir uns gegen den Bus und für die 7 km Fußweg. Unterwegs fiel uns auf, dass wir von der Sitzverkleinerung für den Kinderwagen/Fahrradanhänger das untere Teil vergessen hatten. Los besuchten wir alle Fahrrad Läden auf dem Weg…und das waren viele. Tatsächlich aber konnte uns keiner weiterhelfen. Die Thule Anhänger sind schon eher wieder out in Dänemark. „In“ sind die Fahrräder, die vorn gleich einen Korb angebaut haben mit dem sie Kinder, Erwachsene und alle Art von Gegenständen transportieren können. Aber uns würde ein Laden empfohlen, der den nächsten Tag geöffnet haben sollte.
    Fahrradfahrer in Dänemark haben eine ganz besondere Stellung…die Fahrrad Wege sind wesentlich breiter als die Fußgängerwege und sehr gut ausgebaut. Überall gibt es Parkplätze für die Räder. Das wird auch sehr gut angenommen und massig Fahrräder sind unterwegs.
    Nach dem Sightseeing ging mit dem Bus wieder zurück.

    Empfehlung: mit dem Fahrrad in die Stadt

    Highlight: Nyhaven mit seinem ganz besonderen Charme

    Lowlight: Viele Fahrradladenbesuche

    TFI: 7

  • Something is rotten in Denmark…Fisch?!

    Something is rotten in Denmark…Fisch?!

    Den nächsten Tag nutzten wir uns noch einmal Vorräte zu besorgen um in dem teuren Dänemark (das bestätigte sich) nicht allzu viel für die Verpflegung kaufen zu müssen. Als Stärkung vor der Fahrt kehrten wir noch bei Ben’s Fischhütte ein. Dort gab es mega leckere Fischbrötchen. Ganz frisch zubereitet direkt vor deiner Nase.
    Dann ging es auf gen Kopenhagen. Dieses Mal haben wir trotz Protesten von der Rückbank durchgezogen und sind abends auf dem von uns ausgewählten Campingplatz in der angekommen. Über eine sehr marode aussehende Brücke, die Mithilfe von Brettern verstärkt war, fuhren wir auf eine Insel. Dieses war früher ein Fort gewesen. Davon zeugen noch Kanonen, die den Platz schmückten, sowie die Bunker, die jetzt als Waschraum, Küche und Aufenthaltsraum dienten. Ein wirklich sehr spezieller, schöner Campingplatz, in unmittelbarer Nähe zum Strand und 7 km von dem Zentrum entfernt.

    Empfehlung: Campingplatz

    Highlight: Fischbrötchen bei Bens’s Fischhütte

    Lowlight: Lange und anstrengende Fahrt

    TFI: 7

  • Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

    Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

    Nachdem wir unsere gesamte Hacienda, inklusive Vorzelt aufgebaut hatten, beschlossen wir einen Spaziergang am Meer zu machen. Während wir den Spaziergang sehr genossen, schlief Kalle die meiste Zeit…Er musste sich wahrscheinlich noch von seiner Bekanntschaft mit dem Fußboden im Auto erholen. Am Nachmittag hatten wir geplant mit den Rädern nach Flensburg zu fahren. Allerdings war das Wetter zu unbeständig und so fuhren wir mit dem Auto rein. Statt einer ordinären Stadtbesichtigung beschlossen wir kurzfristig doch sicherheitshalber das Krankenhaus auf zu suchen. Aber alles war gut und man versicherte uns, dass es immer sicherer ist es checken zu lassen….naja wieder diese überbesorgten Eltern. Und fast wären wir geschadeter rausgekommen, als wir ankamen, da der Schwester bei der Untersuchung von Kalle die Brille runtergefallen ist und sie sein Gesicht Gott sei Dank nur gestreift hat…gefährliches Pflaster dieses Krankenhaus.
    Den Abend haben wir ruhig ausklingen lassen.

    Empfehlung: Auto so parken, dass man aus dem eingefädelten Vorzelt rausfahren kann.

    Highlight: Kalle Dickkopf.

    Lowlight: Der Sturz.

    TFI: 6

  • Alles Gute zum schwedischen Nationalfeiertag

    Alles Gute zum schwedischen Nationalfeiertag

    Wir hatten das Glück den schwedischen Nationalfeiertag miterleben zu dürfen. Allerdings haben wir nicht allzu viel davon mitbekommen, außer, dass niemand zur Reinigung der Sanitäranlagen kam, die Angelscheine doppelt so teuer waren, überall schwedische Fahnen hingen und die Supermärkte Rammel voll waren.
    Wir nutzten den Tag unsere Fahrräder auf schwedischen Grund einzuweihen und vor allem das erste Mal mit Kalle im Anhänger zu radeln. Unser Ziel war Emmaboda die nächstgelegene größere Stadt. Der Weg führte uns durch Wälder und vorbei an vielen teilweise sehr abgelegenen roten Holzhäusern. Diese und deren Grundstück waren so gut gepflegt, dass jedes hätte in einem Werbeprospekt für Schweden abgebildet sein können. Es stellte sich raus…welch Überraschung, dass alles geschlossen war…außer die Supermärkte. Also hielten wir vor einem Coop und kauften uns natürlich eine Zimtschnecke..mjam. Apropos Lebensmittel einkaufen in Schweden. Wir hatten viel höhere Preise als in Deutschland erwartet, konnten aber glücklicherweise feststellen, dass dies nicht bei allen Sachen der Fall war. Bis auf die höheren Preise bei Gemüse und Obst konnten wir bisher keine großen Unterschiede feststellen. Auch bieten die Supermärkte für die Laktose und Gluten frei lebende Bevölkerung ein weites Angebot zu fairen Preisen an. Ab und zu gönnen wir uns auch ein Schmankerl beim Einkaufen …allerdings kommt es vor, dass das Gekaufte nicht den Erwartungen entspricht…näheres könnte Uwe berichten 😜
    Kalle hat ein neues Spiel für sich entdeckt. Die riesengroße, extra für ihn mitgeführte Decke dient dabei als Startpunkt. Man braucht etwas zum werfen und Platz. Als Objekt hat er sich seine Socken gewählt. Diese hat er vor sich her geworfen um dann mit seinem anmutig graziösen robben diese wieder zu erreichen. Mit seinem Greifarm nahm er sich die Socken ein weiteres Mal um sie sogleich weiter über den Rasen zu werfen. Schön sehen danach auch seine Klamotten aus…zumindest, dass was unter der Gras und Dreckschicht noch zu erkennen ist. Wir, bei dem „wir“ handelt es sich um jenes, welches Eltern gern nutzen um zu zeigen, dass sie sich mit dem Kind freuen, stolz sind bzw. fleißig trainiert haben, dass jenes diese Fähigkeit erwirbt, können jetzt schon aus dem Flaschenaufsatz für Größere trinken…und auch bei einem von 5 Versuchen sogar allein…*stolzerElternBlick*
    Natürlich vergleicht man die Fähigkeiten vom eigenen Kind mit denen von anderen…ist das eigene noch nicht so weit in einigen Bereichen, begründet man es damit, dass sich jedes Kind anders entwickelt, das eigene momentan seinen Schwerpunkt im motorischen oder im mitteilen legt. Insgeheim jedoch stellt man schon einen Trainingsplan auf um dem Kind möglichst schnell die Fähigkeit anzueignen bzw. diese zu übertreffen, in dem das Benchmark Kind besser ist. Der Grund der Erwähnung dieser Begebenheit an dieser Stelle ist, dass unter den neuen Camping Nachbarn auch ein Paar aus Bremen mit ihrem kleinen Sohn, der 2 Wochen älter ist als Kalle, war. Diese erzählten, und der Kleine demonstrierte das Ganze dann auch live, dass er schon seit einiger Zeit sich hochziehen und teilweise kurzzeitig allein stehen kann. Das Krabbeln wäre ihm zu langweilig geworden…und so etwas in den Ohren der Eltern, deren Sohn einen eher speziellen Robb Stil hat…aber naja Kalle ist ja schließlich jünger und legt seinen Fokus gerade aufs sprechen 😉
    Ein andere interessante Beobachtung ist, dass wenn sich zwei Elternpaare mit Kind treffen, nur die Daten des Kindes ausgetauscht werden: Hallo, das ist xxx, er ist xxx Monate alt und euer kleiner/kleine? Letztendlich ist uns dies tatsächlich erst nach zwei Tagen aufgefallen und wir mussten proaktiv nach den Namen der Eltern fragen.

    Empfehlung: Keine Benchmark und nicht zu viele Kinderbücher lesen.

    Highlight: Die Radtour mit Kinderwagen.

    Lowlight: Entfernung der Grasflecken aus Kalles Kleidung.

    TFI: 7

  • Die Seele baumeln lassen

    Die Seele baumeln lassen

    Obwohl es nachts schon ein wenig gruselig war so als einzige auf dem Campingplatz, genossen wir am Morgen die Stille und frühstückten direkt am See. Eigentlich war der Plan danach etwas auf der Hängematte zu chillen, allerdings stellte sich raus, dass die Hängematte wohl nicht nach schwedischen Bewuchsnormen ausgelegt war…entweder war der Baumstamm zu dick oder die Bäume standen zu weit auseinander…so ergaben wir uns unserem Schicksal und erkundeten stattdessen die Gegend zu Fuß. Die Sehenswürdigkeiten und der Dorfladen waren schnell abgeklappert und damit der kulturelle Punkt erledigt…jetzt konnte weiter gechillt, Brei gekocht und Fliegengitter ans Vorzelt angebracht werden.
    Bisher hatten wir mit dem Wetter „klopAufHolz“ super Glück…nur Sonnenschein bei Mitt- bis Endzwanziger Graden. Heute Abend kam jedoch ein kleiner Schauer, den wir sicher im trockenen Auto verbracht haben…im Gegensatz zu unserer Wäsche :D!
    Kalle hat heute wieder mal gezeigt, dass er entweder die Bedeutung des Wortes „nein“ noch nicht kennt oder es ignoriert. Zumindest bekamen wir bei Aussprache des Wortes immer ein breites Grinsen entgegengeworfen und er beschleunigte sein von uns nicht gut geheißendes Vorhaben.

    Empfehlung: ICA – ist eine lokale Lebensmitteleinkaufskette im niedrigem Preissegment.

    Highlight: Die Zimtschnecken aus dem ICA.

    Lowlight: Der gezwungen Verzicht auf die Hängematte.

  • Einsam aber doch nicht allein

    Einsam aber doch nicht allein

    Ein Sonntag morgen wie sich Eltern ihn nur wünschen können…Kalle ließ uns bis 8 Uhr die Bettwärme oder fast schon Hitze, dank der Sonne, genießen. Wir begonnen den Tag geruhsam mit einem gemütlichen Frühstück im Freien…den Mücken trotzend, auch wenn wir dafür mit einigen juckenden Mahlen an den unterschiedlichsten Stellen des Körpers bezahlen mussten.
    Während wir noch den Blick auf den See mit einem Kaffee und Müsli genossen, bauten die anderen Campingplatz Bewohner bereits ihre Zelte ab. Da witterten wir unsere Chance einen schattigeren Platz zu ergattern. Wie es waschechte Deutsche machen, eilten wir gleich nachdem unser,nach einer intensiven Diskussion und Aufstellung von Pro und Contra Argumenten, ausgesuchter Platz frei wurde mit Spieldecke und Kinderwagen dort hin um allen zu verdeutlichen, dass der Platz nun unser ist. Das Auto konnten wir nämlich noch nicht bewegen, da Kalle gerade sein Vormittagsschläfchen dort hielt. Tatsächlich konnten wir den Platz auch ergattern und das am Ende ganz außer Konkurrenz, denn wir hatten tatsächlich ab Mittag den ganzen Campingplatz für uns…aber sicher war sicher bzw.was man hat, hat man;)
    Wir nutzten den Tag um uns häuslich einzurichten und den Herd mal zu befeuern. Kalle durfte das erste Mal in seiner Draussenbadewanne plantschen, was ihm so mittel gut gefallen hat. Auch hat er sich endlich auf das Gras getraut…die Motivation muss nur groß genug sein 😉 Diesen Ausflug in das Tierreich Wiese hat er jedoch mit einem Zeckenbiss bezahlt. Dank Uwes aufmerksamer Observation beim Abendritual und seinem schnellen Handeln wurde der kleine Parasit rechtzeitig erkannt und entfernt.
    Der See wurde heute von Uwe mit einer an die guten alten Baywatch Zeiten ähnelnden Aktion eingeweiht.
    Und wieder ist Kalle einen Tag älter geworden. Er hat uns heute gezeigt, dass in Stresssituationen, in diesem Fall dem Baden, auch ein Fuß im Mund beruhigend wirken kann. Er hat weiterhin sein Vokabular ausgebaut…Mama und Papa sind sich sicher, dass er heute „B“ gesagt hat…Mama singt ja auch jeden Tag fleißig das Alphabet mit allen möglichen Melodien vor.

    Empfehlung: Vergesst nicht das Mückenspray im Sommer in Schweden am See.

    Highlight: Einsam am See mit traumhaften Stellplatz.

    Lowlight: Nicht allein, sondern in Gesellschaft von Zecken.

    TFI: 10

  • Krimi dinner for three

    Krimi dinner for three

    Farvel Dänemark, hej Schweden. Über die beeindruckende „Tunnelbrücke“ Öresund sausten wir von Dänemark (Kopenhagen) nach Schweden (Malmö). Eigentlich hatten wir vor, einen kurzen Abstecher in die Innenstadt von Malmö zu machen. Dieser und einige andere Vorsätze wurden über Board geworfen als wir gleich hinter der Grenze das große gelb-blaue Schild mit den 4 großen Buchstaben erblickten. Wie die Süßigkeiten an der Kasse so einige Kinder verführt und Eltern entnervt klein beigeben, verführte uns dieses Schild einen nicht geplanten Abstecher zu machen und Sachen zu kaufen und zu essen, die wir eigentlich nicht brauchen. Offizielle Rechtfertigung ist, dass wir Kalle etwas zum Kindertag kaufen mussten…das haben wir unter anderem auch getan. Nach 3 Stunden verließen wir IKEA mit vollen Einkaufsbeuteln und einem mit Köttbullar, Fisch unzähligen Zimtschnecken gefüllten Bauch. Nun waren wir bereit den Rest von Schweden zu erkunden
    Unser erster Weg führte uns ganz an die südliche Küste von Schweden….in das aus den Krimis von Mankell berühmt gewordene Ystad. Eigentlich hatten wir vor mal so ganz ungeplant spontan uns irgendwo hinzustellen und damit das „jedermanns Recht“ zu nutzen. Leider ist es nicht so einfach in relativ dicht besiedelten Teilen einen geeigneten Platz zu finden. Daher beschlossen wir ganz spontan auf einen Stellplatz am Hafen zu fahren. Leider war die Schranke schon unten und da standen wir…mt einem müden hungrigen Kind und keinem Schlafplatz. Netterweise haben uns die Restaurantbesitzer am Hafen vor ihrem Lager übernachten lassen…sieht man von der stündlich fahrenden Bahn und dem Pflaster und toten Fischen auf dem Boden ab, war es eigentlich ein ganz schöner Platz…so nah am Hafen und Strand.

    Empfehlung: Zum spontanen übernachten am besten eher ins Landesinnere. An Badestellen gibt es Sanitäranlagen und man darf dort stehen. Eine Übersicht bekommt man auf dieser Webseite.

    Highlight: Unterstützung durch ansässige Restaurantbesitzer

    Lowlight: eindeutig die toten Fische

    TFI: 7

  • Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

    Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

    Zwischenstopp in Braunschweig, um noch die letzten Reste zu packen und Kalle noch eine letzte Nacht in vier Wänden ohne Räder zu gönnen.

    Empfehlung: Lecker Spargel bei Mama
    Highlight: Babysitting Service der Omi
    Lowlight: nur die Hälfte geschafft
    TFI: 6

  • Vorfreude ist die schönste Freude

    Vorfreude ist die schönste Freude

    Empfehlung: Lasst keinen Kuchen bei Omi aus.

    Highlight: Ortsausgangsschild.

    Lowlight: Die sich bei der Fahrt drehende Kiste.

    TFI: 7

  • Geschmacksexplosion in der Heimat der Stadtmusikanten

    Geschmacksexplosion in der Heimat der Stadtmusikanten

    Unsere erste Etappe führte uns nach Bremen wo wir Benni und Maria, und nicht zu vergessen die kleine Charlotte, besuchen wollten.
    Zur Mittagszeit erreichten wir unseren Schlafplatz für die Nacht, der sich auf einem Stellplatz für Wohnmobile befand. Der Stellplatz unterscheidet sich zu einem Campingplatz darin, dass statt Parzellen auf Rasen, jedem Wohnmobil ein Platz auf Asphalt und ein kleiner Rasenteil (nicht immer) zugeteilt ist. Auch sind Toiletten und Duschen kein Standard.
    Nachdem wir alles vorbereitet hatten, machten wir uns per pedes auf den Weg zur Stadtvilla von Benni und Maria im hippen Neustadtviertel von Bremen. Kalle und Charlotte „beschnupperten“ sich und brummelten sich in für uns unverständlichen Aneinanderreihungen von Tönen geheime Botschaften zu…die Initiative ging übrigens eindeutig von Charlotte aus 😉 Wir wurden derweil bestens bewirtet und verköstigt…von süßen Teilchen und Obst am Nachmittag bis zu gegrillten Rindfilet mit Spargel und Kartoffeln am Abend.

    Empfehlungen
    App: Campervan.guide Pro
    Stellplatz: Reisemobilstellplatz am Kuhhirten, super Lage, sauber, ausreichend Platz und schattig
    Highlight: unumstritten Bennis Grillkünste
    Lowlight: unruhige erste nacht
    TFI: 6