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  • Heja den verrückten Radlern

    Heja den verrückten Radlern

    Der Nächste Tag und das Wochenende standen ganz unter dem Thema Sport. Während in der Heimat das traditionelle BB–Volleyallturnier stattfand und mein Bruder sich im erklimmen und hinabsausen der Berge auf einer Strecke von 101,9 km beim Zugspitz Ultratrail austobte, fand hier das Radrennen um den Vätternsee statt. Das sogenannte Vätternrundan Um alle ca. 23.000 Teilnehmern für die 300 km Strecke mit Abstand starten zu lassen, ließ man sich ca. 12 Stunden Zeit. So fingen die ersten Radfahrer um 19 Uhr an und die letzten am nächsten Tag um 6 Uhr in der früh. Wir agierten als Groupies eines 5 köpfigen Teams, welches gegen 20:30 Uhr startete und somit die ganze Nacht unterwegs war. Verrückt!
    Auf das Event hin fiebernd ließen auch wir den Tag ganz ruhig angehen und verbrachten die meiste Zeit draußen, die Kinder beobachtend und meistens auch bespaßend.
    Der positive Einfluss seiner neuen kleinen Freundin…zumindest geht eine gewisse Bewunderung von Kalle aus, die nur teilweise erwidert wird….hat sich schon etwas bemerkbar gemacht. Kalle schafft es jetzt tatsächlich ab und zu mal den Hintern hoch zu nehmen. Aber da er seinen linken Arm immer noch bis zum Ellenbogen auf dem Boden liegen hat, schafft er es zwar den Hintern gen Himmel zu strecken, bewegt sich aber nicht wirklich vorwärts…aber natürlich kein Leistungsdruck von den Eltern!!! Dafür hat er es jetzt raus Reißverschlüsse zu öffnen und schließen…dabei gibt es eine ganz bestimmte Technik…die rechte Hand wird zum öffnen und die linke zum schließen verwendet.und nur so funktioniert es. Auf der einen Seite freut uns diese neue Fähigkeit unseres Sprössling auf der anderen Seite befürchten wir was es ihm alles ermöglicht wenn er diese erst einmal richtig einzusetzen lernt…
    Im Gegensatz zu den Radfahrern hatten wir eine entspannte Nacht…

    Empfehlung: Am Vadstena Rundfahrevent als Teilnehmer oder Zuschauer teilzunehmen.

    Highlight: Die Atmosphäre welche von den Tausenden Radfahrern ausging war förmlich zu spüren.

    Lowlight: Erwähnten wir die fallenden Temperaturen?

    TFI: 8

  • Endlich eine Freundin…

    Endlich eine Freundin…

    Und wieder hieß es packen. Und wieder reizten wir die die maximale Zeit aus und verließen den Campingplatz kurz nach 12 Uhr. Man muss uns zu Gute halten, dass wir (in diesem Fall Uwe) erst noch die Ameisenstraße vom Zelt auf die Wiese umleiten mussten und Kalle mal wieder eine der von ihm so geliebten Duschen bekam. Zumindest war Kalle so müde, dass er kaum, war der Motor an, einschlief und tatsächlich erst kurz vor dem Ziel wieder aufgewacht ist. Das war super, denn so konnte ich nach vorn auf den Beifahrersitz klettern und die kurvigen Straßen und schönen Seen ohne Übelkeit genießen. Unser nächstes Ziel war Vadstena am Vätternsee. Dort würden wir uns mit einem ehemaligen Kommilitonen und seiner kleinen Familie treffen.
    Fast pünktlich erreichten wir den nach unseren bisherigen Erfahrungen sehr luxuriösen Campingplatz, Vätterviksbadet. Größtes Highlight war eindeutig die zeitliche Uneingeschränktheit beim Duschen, die Nähe zum See und die Sauberkeit. Allgemein ist die Einrichtung meist einfach und praktisch. So ist der Schwede wohl einer der besten Ikeakunden. In jedem Restaurant finden sich mindestens zwei Kinderstühle von Ikea. Die Duschvorhänge, Schränke, Lampen…alles von Ikea. Ein weiteres sehr sympathisches schwedisches Merkmal ist der Kaffee „Refill“. Eine in Deutschland eher unbekannte Serviceleistung. Viel genutzt, geschätzt, wenn nicht sogar geliebt von Uwe. Es hat sich allerdings rausgestellt, dass es unterschiedliche Arten von Refill gibt. Die herumstehenden Kannen dürfen in einigen Cafés nur einmal zusätzlich benutzt werden, in anderen ist der Refill unbegrenzt. Es gibt aber auch Läden, wo man nur das gekaufte Getränk zu sich nehmen darf. Alles verwirrend…im Zweifel gehen wir immer vom unbeschränkten Refill aus ;).
    Kalle hat nun einige Tage die Möglichkeit sich einiges bei der Tochter unserer Freunde abzuschauen. Sie ist 5 Monate älter und läuft super, versteht schon viel und reagiert auch darauf (schönstes Illustration war bei unserem ersten Abendbrot draußen: Papa fragt: „Wo ist die Lampe?“ und sie schaut nach oben und ist ganz verwirrt, da statt der gewohnten Decke mit Lampe nur ein blauer Himmel zu sehen war 🙂 Sie macht schon die ersten vielversprechenden Fußballmoves pünktlich zur WM und vor allem krabbelt sie perfekt. Ich will nicht vorgreifen, aber es tut sich etwas….Vor allem himmelt er sie an und schenkt ihr bei jeder Begegnung ein bezauberndes Lächeln. Auch robbt er sofort zu ihr hin, wenn er sie erblickt. Er würde auch noch mehr mit ihr interagieren, wenn nicht ab und an ein anderes Spielzeug plötzlich in seine Robbroute geraten würde. Dieses erfordert wiederum seine volle Aufmerksamkeit und stellt das eigentliche Ziel in den Schatten. Aber wenn sie doch mal über Berührungen oder den Austausch von Spielzeug (eigentlich nur in eine Richtung – Kalle teilt nicht gern) interagieren, ist es sehr niedlich! Mehr dazu in den nächsten Tagen.

    Empfehlung: Hochleistungs-Spülmaschine auf dem Campingplatz. Sauberes Geschirr in zwei Minuten.

    Highlight: Kalles Freude über eine Spielgefährtin

    Lowlight: Nahendes Ende der sonnigen Tage.

    TFI: 8

  • Stochastik/ Wahrscheinlichkeit ist wie ein Bikini

    Stochastik/ Wahrscheinlichkeit ist wie ein Bikini

    Vorbereitet für Gewitter und Starkregen, legten wir nun unseren Haushaltstag ein. Nach einem gemütlichen Frühstück, in der nach dem Wetterbericht letzten Sonne dieses Tages, beschlossen wir Kalles Vormittagsschläfchen zu nutzen um ihm und uns etwas Leckeres zu kochen. Immerhin hatten wir noch 2 Stunden Zeit bevor der zu 95% wahrscheinliche angesagte Regen kommen sollte. Pünktlich 13 Uhr kamen dann auch schon die ersten dunklen Wolken und wir sahen zu Kind und Kegel (letzteres war unser leckeres Essen) trocken ins Zuhause zu bringen. 1, 2, 3 Stunden später war immer noch kein Regentropfen gefallen. So viel zu 95% Wahrscheinlichkeit für Regen…wie man Opi zu sagen pflegte: Stochastik/Wahrscheinlichkeit ist wie ein Bikini…zeigt viel aber verbirgt das Wesentliche. So beschlossen wir dem Wetterbericht mit seinen ganzen Wahrscheinlichkeiten zu trotzen und einen Spaziergang zu machen. Leider hatten wir nicht wirklich viel Auswahl und pirschten durch das Unterholz…während die besorgt Mama immer mit dem Hinwies „Achtung Zecken“ über die langen Grashalme sprang (natürlich galant wie eine Gazelle…Uwe wird das sehr gern bestätigen… nicht wahr!!!!) stapfte Uwe mit Kalle umgebunden durchs Gestrüpp. Und was war das Ende der Geschichte….eine über Kalles Gesicht huschende Zecke und eine bei Uwe am Fuß….(ich verkneife mir einfach mal die Moral der Geschichte;))
    Am Ende kam der erwartete Regen abends, mit einer vorhergesagten Wahrscheinlichkeit von 25% 😉
    Das Einschlafen ist bei Kalle weiterhin herausfordernd. Vor 21:30/22:00 Uhr bekommen wir ihn eigentlich nie zum Schlafen. Irgendwie haben wir auch noch keine perfekte Lösung gefunden wo wir ihn einschlafen lassen, da es keinen Ort gibt, wo wir ihn unbeaufsichtigt liegen lassen können. Daher handhaben wir das so, dass er unten auf der umgeklappten Rücksitzbank einschläft und wir ihn beim ins Bett gehen mit hoch nehmen. Auch wenn es manchmal etwas einschränkend wirkt, ist es jedoch auch sehr spannend Kalle im Schlaf zu beobachten. Denn er liegt keineswegs still da, sondernd ändert seine Position ständig…ab und zu dreht er sich auf den Bauch, schaut sich um und wenn er einen von uns sieht klappt sein Kopf nach unten und er schläft genau so wieder ein. Ganz neu in seinem Repertoire ist die „BauchHinternHoch“-Lage. Das muss er jetzt nur noch am Tage machen, dann funktioniert auch endlich das krabbeln.

    Empfehlung: Wetterbericht in Frage stellen und hohe Gräser meiden.

    Highlight: Kalles neue Schlafposition.

    Lowlight: Zecken

    TFI: 6

  • Der Weg ist das Ziel

    Der Weg ist das Ziel

    Zwei Unterhaltungen in den letzten Tagen haben mir noch einmal bewusst gemacht welche Möglichkeiten wir haben und was unsere Reise ausmacht:
    Bei einer Verabredung für ein paar Tage gemeinsames Zelten habe ich mich in dem Datum um einen Tag vertan. Nun stand die Frage in der Luft ob wir auch einen Tag früher da sein können. Spontan überlegt antwortete ich: Ja klar, kein Problem.
    Letztens fragte mich jemand wann wir denn an unserem Ziel ankommen….ich antwortete: Wir haben gar kein Ziel…
    Heute stand ein Stadtbesuch auf dem Plan. Wir nutzten die Nähe an die Zivilisation gleich aus um in einem Baumarkt zwei Zuschnitte zu besorgen….Ein Teil unserer Auto Optimierung, da sich die Rückbank nach dem Ausklappen bei Aufnahme unseres vollen Gewichts nach unten bewegt hat. Im Gegensatz zu Deutschland konnte man sich hier kostenlos an den Resten bedienen und hatte sogar eine Werkbank mit Säge zur Verfügung um seine Holzstücke zu personalisieren. Ganz selbstbewusst machte sich Uwe mit seinen zarten Informatikerfingern daran den Zuschnitt vorzubereiten. Ich konnte mir das nicht anschauen und habe lieber mit Kalle eine Runde durch den kleinen Baumarkt gedreht. Als ich wieder rauskam, stand da ein offensichtlich schuldbewusst schauender Uwe und ein freundlich aussehender Schwede. Es stellte sich heraus, dass Uwe ganz selbstbewusst ein Werkzeug genommen hatte, welches diesem Herren gehörte, was er aber nicht wusste. Erst als es herunterfiel und zerbrach stellte sich raus, dass dieses nicht zu dem Baumarkt Inventar gehörte. Auf Anfrage für Ersatz zu sorgen war die Entgegnung, des Geschädigten, dass er das Werkzeug ja seit 20 Jahren nutzte und es daher alt war und nicht so schlimm…das hilf nicht gegen das schlechte Gewissen. Trotz mehrmaligen Anbietens führte kein Weg heran. Wir mussten mit dem Wissen fahren, dass wir gerade das 20 Jahre alte Werkzeug eines wildfremden Mannes zerstört hatten und er trotzdem noch freundlich zu uns war…verrückte schwedische Welt;)!
    Danach fuhren wir in das Zentrum von Västervik. Dort flanieren wir durch die Straßen, aßen lecker zu Mittag und probierten Lakritzeis…das erste und letzte Mal.
    Dann war die Frage…wohin als nächstes…eigentlich war der Plan gen Norden zu fahren und Sankt Anna und Söderköping zu besuchen. Da der Wetterbericht Regen für den nächsten Tag ankündigte und keine schönen Campingplätze in der nördlichen Region verzeichnet waren (wir wollten das Vorzelt aufbauen um Kalle etwas „Ausrobb“ auch bei schlechtem Wetter zu gönnen), fuhren wir wieder ins Landesinnere und landeten bei einem wunderschön gelegenen Zeltplatz Pinnarp Camping. Und das Beste daran: Mit WLAN…sonst hättet ihr noch ewig auf den Blog warten müssen.
    Ja und da sitzen wir nun gerade und basteln am Blogoutfit und -Inhalt…..
    Kalle entwickelt einen immer stärkeren Willen. So liefern wir uns regelmäßig Tauziehen mit unterschiedlichen Gegenständen. Sachen werden jetzt nicht mehr nur runtergeschmissen, sondern regelrecht in alle Richtungen verteilt. Heute landete ein Spielzeug, geworfen von Kalles aus seinem Kindersitz (er sitzt mit dem Rücken zur Fahrtrichtung) vorn neben Uwe dem Fahrer…also Obacht nicht nur auf der Straße…

    Empfehlung: Ein landschaftlich schön gelegener Campingplatz, sehr sauber und komfortabel.

    Highlight: Freiheit spontan entscheiden zu können wo es als nächstes hingeht.

    Lowlight: Lakritzeis

    TFI: 8

  • Die Zeit ist stehen geblieben

    Die Zeit ist stehen geblieben

    Leider stellte sich am Morgen heraus, dass wir anscheinend nicht nur Kalle in seinem Zelt sicher vor stechenden Insekten geschützt hatten, sondern auch einige von letzterer Spezies vor ihren Artgenossen getrennt im Zelt eingeschlossen hatten. Zumindest schaute uns morgens ein viel zu waches (für die Uhrzeit) grinsendes Gesicht mit roten Punkten bestückt an…ohjee…aber Kalle schien das keineswegs zu stören.
    Da wir die letzten Tage immer nur Katzenwäsche…wer kennt das nicht noch aus Kindertagen….bei Kalle gemacht hatten, war mal wieder eine gründliche Reinigung dran. Nachdem wir die letzten Male gebadet hatten, versuchten wir es dieses Mal mit der Dusche. Das Ergebnis war ganz gut…aber der Weg dorthin war beschwerlich und mit vielen Tränchen benetzt.
    Dann ging es los gen Norden. Pünktlich vor unserem ersten Halt, einem Elchpark. Wir wollen Schweden ja nicht verlassen ohne den berühmten Waldbewohner gesehen zu haben. Einige würden jetzt sagen, dass wir ja gar nicht so weit hätten fahren müssen, da in unserer Gegend ja immer mal wieder ein Elch auftaucht. Aber die Wahrscheinlichkeit einen im Elchpark zu treffen, überzeugte uns den Park aufzusuchen…und wir haben Elche gesehen 😀
    Dann ging es weiter Richtung Västervik. Da es laut unserer Apps keine passenden Stellplätze vor Ort gab, sind wir vorher abgebogen. Ziel war ein Stellplatz mal wieder am Hafen. Der Ort hatte etwas mystisches…alles wirkte verlassen…eine Minigolfanlage halb zerfallen, ein mit Unkraut übersäter Tennisplatz. Auch die Leute, die wir getroffen haben, passten ins Konzept. Das die Zeit hier stehengeblieben ist wurde untermauert durch den Fakt, dass man tatsächlich die Duschen nur mit alten 5 Kronen Stücken bedienen konnte.
    Wir haben den Ort, den wir uns noch mit einem deutschen Aussteiger und einem Schweden teilten genutzt, um die angefallenen Wäsche zu waschen.
    Morgen geht es noch etwas mehr in den Norden. Was uns bis jetzt schon aufgefallen ist, ist dass die Stellplätze immer teurer werden.
    Eigentlich war ja auch der Plan sich mal irgendwo hinzustellen, allerdings ist es gar nicht so einfach in den Gegenden, wo wir unterwegs sind, das Jedermannsrecht einzulösen. Überall, wo man sich vorstellen könnte zu stehen, ist ein Verbotsschild aufgebaut oder kostet dann doch.

    Empfehlung: Auch die Google Suche nach Camping nutzen.

    Highlight: Gewaschene Wäsche.

    Lowlight: Stellplatz und das Wetter (es hat geregnet).

    TFI: 6

  • Kalle ist ein Wooo girl

    Kalle ist ein Wooo girl

    Heute war Shoppingtag…wer weiß wann wir das nächste Mal in einer großen Stadt sind….okay zugegeben es wird Mitte Juni sein, aber nichts desto trotz hätten wir Lust und es bestand auch die Notwendigkeit einkaufen zu gehen. Ja und das ist das Tolle an Schweden…kein Problem am Sonntag. Alle Läden hatten auf. So fuhren wir erst kurz zu einem Outdoorladen, wo Uwe fleißig shoppte, während Caro dem schlafenden Kalle endlich mal wieder die Fingernägel schnitt. Danach ging dann zu Ikea…ein idealer Ort um das WLAN zu nutzen, Mittag zu essen und sich einen Vorrat an Zimtschnecken zu besorgen. Naja und vielleicht ist das ein oder andere in den Warenkorb gerutscht…Kalle hat, während wir uns über die extra großen Portionen hergemacht haben, seinen von Caro selbstgemachten Brei zu sich genommen…man höre und staune…ganz ohne Thermomix (den dürfte Caro nicht einpacken…angeblich zu sperrig) Als er fertig war hat er dies laut kund getan und das ganze Ikea Restaurant unterhalten…und das war nicht einfach, denn es war voll, mit vielen Kindern und laut…aber er hat alle übertönt…halt ein richtiges Wooo girl (Quelle der Definition: How I met your mother). Uns wurden einige Kommentare auf Schwedisch zugerufen, aber wir haben nichts verstanden…gut, dass die Schweden so sehr kinderlieb sind.
    Allgemein zu den Schweden, so wie wir sie bis jetzt kennen gelernt haben, ist zu sagen, dass sie sehr sehr freundlich, offen, hilfsbereit und höflich sind. Selbst wenn sie kaum ein Wort Englisch können, halten sie die Konversation so lange am Laufen, bis man weiß wie derjenige heißt und wieviel Kinder er hat. Die meisten haben uns vom Norden vorgeschwärmt wo es viele ruhige Orte gibt. Sie scheinen die Abgeschiedenheit zu mögen, sind aber trotzdem sehr gesellig und offen. So unser erster Eindruck….
    Dann ging es weiter gen Landesinnere wieder zu einem Campingplatz direkt an dem schönen See Älgasjön auf dem Campingplatz Strandbadet Camping Älghult. Dieses Mal teilen wir uns den Platz mit einem anderen deutschen Camper.
    Kalle dürfte das erste Mal in seinem Zelt draußen schlafen…zumindest so lange wie wir noch wach waren…dann dürfte er mit uns reinkommen.

    E

    Empfehlung: Essen bei Ikea!

    Highlight: Ersten Abend, den wir am See genießen konnten.

    Lowlight: Zu lange geshoppt.

    TFI: 7

  • Schlaf Kindlein schlaf….bitte!!!

    Schlaf Kindlein schlaf….bitte!!!

    Da wir nur einen kurzen Abstecher nach Öland geplant hatten, jedoch die größten Highlights nicht verpassen wollten, machten wir heute einen Abstecher zum Schloss Bornholm und dem Park Solliden. Während ersteres eine Ruine ist, die einige Ausstellungen beherbergt, ist zweiteres der amtierende Sommersitz der Königsfamilie. Daher können dort nur die üppigen Gärten besucht und besichtigt werden, aber nicht das Schloss selbst. Nach diesem kulturellen Erlebnis ging es wieder über die Ölandsbron auf das Festland und zu unserem nächsten Übernachtungsort…wieder einem Stellplatz am Hafen, wieder waren wir die „kleinsten“ und die einzigen Nicht Schweden. Interessanterweise werden dort Stellplätze nicht nur für Autos sondern auch für Boote angeboten.
    Ganz vergessen habe ich zu erzählen wie die Bezahlung an den Stellplätzen funktioniert. Es gibt drei Möglichkeiten: 1. Swish – eine App, über die der Betrag unter Angabe einer spezifischen Nummer überweisen wird – leider jedoch nur von einem schwedischen Konto aus möglich, 2. Briefumschlag, in den das Geld passend gegeben wird. Vorn auf das Kuvert werden das Autokennzeichen und Datum geschrieben, 3. Eine Telefonnummer, unter der man den Verantwortlichen erreicht und bar bezahlen kann.
    Wir haben den Platz genutzt und Kalle etwas „Aus(lauf)robb“ gegönnt. Dieses Mal haben wir uns vorgenommen Kalle zeitiger ins Bett zu bringen und ja, er war zeitig im Bett…geschlafen hat er allerdings erst 22:30 Uhr…nix mit Aussicht genießen und chillen. Allerdings war es sehr unterhaltsam wie er sich durch das Bett gerollt hat und jede neue Schraube, neues Band, was auch immer entdeckt hat…er hat sich über eine halbe Stunde mit einem Gummiband beschäftigt…daran gezogen und gefreut wenn es zurückgeschnippst ist…die Mama hat derweil schon jegliche Szenarien in ihrem Kopf abgespielt was passieren kann, wenn ihn das Gummi im Gesicht trifft….Aber schließlich müssen Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen und puuuuh es ist ja nix passiert.
    Als wir dann auch schlafen durften, mussten wir uns ganz an den Rand quetschen, denn Kalle war auf dem Rücken mit ausgebreitet Armen eingeschlafen und wir wollten es nicht riskieren ihn noch einmal zu wecken…das kann man sich ja vorstellen wie erholsam die Nacht war und was uns nicht am Morgen weh getan hat 😉

    Empfehlung: Ruhig mal einen Stellplatz einfließen lassen – ist günstiger, kann aber trotzdem vergleichbar schön und ausgestattet wie ein Campingplatz sein.

    Highlight: unser Mittagessen: Räksmörgas (Krabbenbrot)

    Lowlight: Kalles Schlafverhalten.

    FTI: 6

  • Inselglück und Meeresrauschen

    Inselglück und Meeresrauschen

    Nach 6 Nächten fiel uns der Abschied von unserem (jetzt ist es schon unserer) Campingplatz schon etwas schwer. Somit war es auch nicht so schlimm, dass wir 4 Stunden vom Aufstehen bis zur Abfahrt gebraucht haben. Das zeigt, dass unsere Abläufe einiges an Optimierungspotenzial haben. Wir verließen diesen Platz mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Auf der einen Seite war es total schön idyllisch, familiär und wir hatten alle Freiheiten…auf der anderen Seite haben die Mücken kaum eine Stelle unversehrt gelassen und wir waren froh den kleinen gierigen Insekten zu entkommen. Eigentlich hatten wir geplant gen Norden zu fahren, uns aber dann doch spontan um entschieden und fuhren nach Ölland, Schwedens größter Insel. Um zu dieser zu gelangen kann man die längste Brücke Schwedens überqueren…also ein Ausflug der Superlative 😉 Dort angekommen entschieden wir uns den Süden der Insel zu erkunden und machten eine kurze Wanderung durch das Stora Alvaret, einer eher kargen Landschaft. Um sicher zu gehen noch einen schönen Stellplatz zu bekommen, machten wir uns danach auf die Suche und sind fündig geworden, wie die Bilder beweisen.
    Leider ist uns heute Abend der Ausfluss am Waschbecken im Camper kaputt gegangen und das Wasser hat Kalles Spielsachen erwischt…nun müssen wir hoffen, dass wir zeitnah die Möglichkeit einer Reparatur bekommen.
    Kalle hat heute gezeigt, dass man auch mit drei Schnullern gleichzeitig gut zurecht kommt. Während er einen im Mund hatte, hat er die anderen gegen die Wand geworfen und immer mal wieder den im Mund gegen einen anderen ausgetauscht…das hat er eine ganze Weile durchgezogen. Über diese Selbstbeschäftigung würden wir uns im Normalfall freuen, allerdings fiel ihm dieses Spiel pünktlich zur ins Bett geh Zeit ein 😫

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    Empfehlung: Eine neue App hat uns zu diesem tollen Stellplatz geführt: Stellplatz Scandinavia

    Highlight: Mückenfreiheit

    Lowlight: kaputter Abfluss

    TFI: 8

  • Sommer, Sonne, unser Sonnenschein

    Sommer, Sonne, unser Sonnenschein

    Am letzten Tag auf unserem idyllischen Campingplatz erwartete uns nach einer recht kühlen Nacht ein sonniger Morgen. Wir nutzen den Tag noch einmal richtig den Platz zu genießen: sonnen, im See baden, Essen mit Seeblick,…morgen geht es dann weiter…voraussichtlich Richtung Kalmar, Öland.
    Kalle hatte einen richtigen Sonnenscheintag, nach zwei dunkle Wolken Nächten genossen wir sein Gekicher und Gelächter. Dass er anscheinend einen Sprung gemacht hat, merkten wir nicht nur daran, dass ihm seine Mütze nicht mehr passt, sondern auch daran, dass er einiges bewusster und besser macht. Angefangen mit seinem Robbstil. Bisher nutzt er zur Fortbewegung seinen linken Arm und das rechte Bein. Sein linkes Bein lässt er steif und der rechte Arm ist stets hoch in der Luft, jederzeit bereit etwas zu greifen. Als engagierte Eltern macht man sich so seine Gedanken und bemüht das Internet um raus zu finden ob etwas mit dem eigenen Kind nicht stimmt…naja und heute hat er uns gezeigt, dass er es eben doch anders kann, aber halt nicht will…puh Glück gehabt. Sein Gebrabbel ist nicht verständlicher geworden aber hat an Quantität zugenommen…es wurde nur durch Schlaf, weinen und Gelächter unterbrochen. Viele Eltern werden es kennen, das „ich werfe etwas unter und Mama und Papa heben es wieder auf“-Spiel. Heute hat er es auch wieder gespielt, dabei aber einige Raffinesse und auch Interesse für die Objekte gezeigt. So wurde die Quietsche Ente nicht nur in die Hand genommen und runtergeworfen sondern vorher angeschaut, angesprochen, vorsichtig betastet und dann der richtige Zeitpunkt abgewartet um sie runter zu werfen. Sein Taktgefühl hat sich auch verbessert und so trommelt er fleißig sowohl zu Kraftklub als auch „Fabelhafte Welt der Amelie“ im 4/4 Takt mit.

    Empfehlung: Zimtschnecken….einfach super super lecker…immer wieder!

    Highlight: Kalles Sonnenscheintag

    Lowlight: Mückenplage

    TFI: 9

  • Riesen WG

    Riesen WG

    Wir nutzten den Vormittag um uns das Viertel Christiania anzuschauen.
    Dann holten wir den Schulkameraden von seiner Arbeit ab und fuhren mit ihm zu seinem zu Hause. Gemeinsam mit seiner dänischen Freundin und kleinen Tochter lebt er in einer Eigentumswohnung. Das besondere ist, dass diese und weitere Wohnungen um einen großen, begrünten Innenhof gelegen zusammen eine Art „Riesen WG“ bilden. Ungefähr 100 Erwachsene und 100 Kinder nutzen gemeinsam den Hof und ein Gemeinschaftshaus. In Letzterem wird das Abendessen serviert. Jeder ist mal dran mit kochen und darf sich in der Großküche beweisen. Sicherlich gar nicht so einfach für 200 Menschen zu kochen. Wir durften probieren und uns hat es sehr gut geschmeckt. Das Gemeinschaftshaus beherbergt noch eine Bar, ein Tobe-/Kletterzimmer und ein Kino. Eine wirklich schöne Möglichkeit in einer netten Gemeinschaft mit großen Garten zu leben! Uns hat es sehr gut gefallen!
    In dem Hof hat Kalle das erste Mal die Möglichkeit gehabt Sand für sich zu entdecken….es war keine Liebe auf den ersten Blick 😉

    Empfehlung: Besuch in Kopenhagen!

    Highlight: Besuch bei meinem alten Schulkameraden

    Lowlight: Busfahrt in und aus der Stadt – keine Klima 😞

    TFI: 8