Wir hatten das Glück den schwedischen Nationalfeiertag miterleben zu dürfen. Allerdings haben wir nicht allzu viel davon mitbekommen, außer, dass niemand zur Reinigung der Sanitäranlagen kam, die Angelscheine doppelt so teuer waren, überall schwedische Fahnen hingen und die Supermärkte Rammel voll waren.
Wir nutzten den Tag unsere Fahrräder auf schwedischen Grund einzuweihen und vor allem das erste Mal mit Kalle im Anhänger zu radeln. Unser Ziel war Emmaboda die nächstgelegene größere Stadt. Der Weg führte uns durch Wälder und vorbei an vielen teilweise sehr abgelegenen roten Holzhäusern. Diese und deren Grundstück waren so gut gepflegt, dass jedes hätte in einem Werbeprospekt für Schweden abgebildet sein können. Es stellte sich raus…welch Überraschung, dass alles geschlossen war…außer die Supermärkte. Also hielten wir vor einem Coop und kauften uns natürlich eine Zimtschnecke..mjam. Apropos Lebensmittel einkaufen in Schweden. Wir hatten viel höhere Preise als in Deutschland erwartet, konnten aber glücklicherweise feststellen, dass dies nicht bei allen Sachen der Fall war. Bis auf die höheren Preise bei Gemüse und Obst konnten wir bisher keine großen Unterschiede feststellen. Auch bieten die Supermärkte für die Laktose und Gluten frei lebende Bevölkerung ein weites Angebot zu fairen Preisen an. Ab und zu gönnen wir uns auch ein Schmankerl beim Einkaufen …allerdings kommt es vor, dass das Gekaufte nicht den Erwartungen entspricht…näheres könnte Uwe berichten 😜
Kalle hat ein neues Spiel für sich entdeckt. Die riesengroße, extra für ihn mitgeführte Decke dient dabei als Startpunkt. Man braucht etwas zum werfen und Platz. Als Objekt hat er sich seine Socken gewählt. Diese hat er vor sich her geworfen um dann mit seinem anmutig graziösen robben diese wieder zu erreichen. Mit seinem Greifarm nahm er sich die Socken ein weiteres Mal um sie sogleich weiter über den Rasen zu werfen. Schön sehen danach auch seine Klamotten aus…zumindest, dass was unter der Gras und Dreckschicht noch zu erkennen ist. Wir, bei dem „wir“ handelt es sich um jenes, welches Eltern gern nutzen um zu zeigen, dass sie sich mit dem Kind freuen, stolz sind bzw. fleißig trainiert haben, dass jenes diese Fähigkeit erwirbt, können jetzt schon aus dem Flaschenaufsatz für Größere trinken…und auch bei einem von 5 Versuchen sogar allein…*stolzerElternBlick*
Natürlich vergleicht man die Fähigkeiten vom eigenen Kind mit denen von anderen…ist das eigene noch nicht so weit in einigen Bereichen, begründet man es damit, dass sich jedes Kind anders entwickelt, das eigene momentan seinen Schwerpunkt im motorischen oder im mitteilen legt. Insgeheim jedoch stellt man schon einen Trainingsplan auf um dem Kind möglichst schnell die Fähigkeit anzueignen bzw. diese zu übertreffen, in dem das Benchmark Kind besser ist. Der Grund der Erwähnung dieser Begebenheit an dieser Stelle ist, dass unter den neuen Camping Nachbarn auch ein Paar aus Bremen mit ihrem kleinen Sohn, der 2 Wochen älter ist als Kalle, war. Diese erzählten, und der Kleine demonstrierte das Ganze dann auch live, dass er schon seit einiger Zeit sich hochziehen und teilweise kurzzeitig allein stehen kann. Das Krabbeln wäre ihm zu langweilig geworden…und so etwas in den Ohren der Eltern, deren Sohn einen eher speziellen Robb Stil hat…aber naja Kalle ist ja schließlich jünger und legt seinen Fokus gerade aufs sprechen 😉
Ein andere interessante Beobachtung ist, dass wenn sich zwei Elternpaare mit Kind treffen, nur die Daten des Kindes ausgetauscht werden: Hallo, das ist xxx, er ist xxx Monate alt und euer kleiner/kleine? Letztendlich ist uns dies tatsächlich erst nach zwei Tagen aufgefallen und wir mussten proaktiv nach den Namen der Eltern fragen.












Empfehlung: Keine Benchmark und nicht zu viele Kinderbücher lesen.
Highlight: Die Radtour mit Kinderwagen.
Lowlight: Entfernung der Grasflecken aus Kalles Kleidung.
TFI: 7





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