
Zwei Unterhaltungen in den letzten Tagen haben mir noch einmal bewusst gemacht welche Möglichkeiten wir haben und was unsere Reise ausmacht:
Bei einer Verabredung für ein paar Tage gemeinsames Zelten habe ich mich in dem Datum um einen Tag vertan. Nun stand die Frage in der Luft ob wir auch einen Tag früher da sein können. Spontan überlegt antwortete ich: Ja klar, kein Problem.
Letztens fragte mich jemand wann wir denn an unserem Ziel ankommen….ich antwortete: Wir haben gar kein Ziel…
Heute stand ein Stadtbesuch auf dem Plan. Wir nutzten die Nähe an die Zivilisation gleich aus um in einem Baumarkt zwei Zuschnitte zu besorgen….Ein Teil unserer Auto Optimierung, da sich die Rückbank nach dem Ausklappen bei Aufnahme unseres vollen Gewichts nach unten bewegt hat. Im Gegensatz zu Deutschland konnte man sich hier kostenlos an den Resten bedienen und hatte sogar eine Werkbank mit Säge zur Verfügung um seine Holzstücke zu personalisieren. Ganz selbstbewusst machte sich Uwe mit seinen zarten Informatikerfingern daran den Zuschnitt vorzubereiten. Ich konnte mir das nicht anschauen und habe lieber mit Kalle eine Runde durch den kleinen Baumarkt gedreht. Als ich wieder rauskam, stand da ein offensichtlich schuldbewusst schauender Uwe und ein freundlich aussehender Schwede. Es stellte sich heraus, dass Uwe ganz selbstbewusst ein Werkzeug genommen hatte, welches diesem Herren gehörte, was er aber nicht wusste. Erst als es herunterfiel und zerbrach stellte sich raus, dass dieses nicht zu dem Baumarkt Inventar gehörte. Auf Anfrage für Ersatz zu sorgen war die Entgegnung, des Geschädigten, dass er das Werkzeug ja seit 20 Jahren nutzte und es daher alt war und nicht so schlimm…das hilf nicht gegen das schlechte Gewissen. Trotz mehrmaligen Anbietens führte kein Weg heran. Wir mussten mit dem Wissen fahren, dass wir gerade das 20 Jahre alte Werkzeug eines wildfremden Mannes zerstört hatten und er trotzdem noch freundlich zu uns war…verrückte schwedische Welt;)!
Danach fuhren wir in das Zentrum von Västervik. Dort flanieren wir durch die Straßen, aßen lecker zu Mittag und probierten Lakritzeis…das erste und letzte Mal.
Dann war die Frage…wohin als nächstes…eigentlich war der Plan gen Norden zu fahren und Sankt Anna und Söderköping zu besuchen. Da der Wetterbericht Regen für den nächsten Tag ankündigte und keine schönen Campingplätze in der nördlichen Region verzeichnet waren (wir wollten das Vorzelt aufbauen um Kalle etwas „Ausrobb“ auch bei schlechtem Wetter zu gönnen), fuhren wir wieder ins Landesinnere und landeten bei einem wunderschön gelegenen Zeltplatz Pinnarp Camping. Und das Beste daran: Mit WLAN…sonst hättet ihr noch ewig auf den Blog warten müssen.
Ja und da sitzen wir nun gerade und basteln am Blogoutfit und -Inhalt…..
Kalle entwickelt einen immer stärkeren Willen. So liefern wir uns regelmäßig Tauziehen mit unterschiedlichen Gegenständen. Sachen werden jetzt nicht mehr nur runtergeschmissen, sondern regelrecht in alle Richtungen verteilt. Heute landete ein Spielzeug, geworfen von Kalles aus seinem Kindersitz (er sitzt mit dem Rücken zur Fahrtrichtung) vorn neben Uwe dem Fahrer…also Obacht nicht nur auf der Straße…








Empfehlung: Ein landschaftlich schön gelegener Campingplatz, sehr sauber und komfortabel.
Highlight: Freiheit spontan entscheiden zu können wo es als nächstes hingeht.
Lowlight: Lakritzeis
TFI: 8




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