Ausflug nach Vadstena

Pünktlich zum zweiten Frühstück trudelten die Radfahrer erschöpft aber zufrieden wieder ein. Wir hatten uns bis dahin nicht mehr als notwendig bewegt und noch nicht viel geschafft…der Plan war allerdings eine kleine Radtour in die nahgelegene benachbarte Stadt zu machen um mal rauszukommen und sich ein wenig zu bewegen. Natürlich war es uns etwas unangenehm als wir im 15 km/h Schnitt auf dem Radweg loskullerten…waren doch noch vor ein paar Stunden tausende Radfahrer mit doppelter Geschwindigkeit hier entlang gerast….Das was ich mir am schmerzhaftesten vorstelle ist tatsächlich die Tatsache mehr als 12 Stunden auf diesem Fahrradsitz zu sitzen…ohje! Nach einer kurzen Stadttour, ging Uwe Lebensmittel kaufen und Kalle und ich widmeten unsere Aufmerksamkeit dem kleinen Stadtpark, nahe des Schlosses. Eigentlich wollten wir alle zusammen einkaufen gehen, aber leider hat der Kinderwagen nicht durch die Tür gepasst…So mussten wir wohl oder übel den Spielplatz besuchen. Absolute Attraktion: die Schaukel. Interessant ist, dass es in Schweden, soweit wir es bisher kennen gelernt haben, eigentlich immer Kleinkindschaukeln gibt. Diese sind wie ein Sitz konstruiert, wo die Kleinen drin sitzen und sich gut festhalten können. Zwar kann Kalle dort noch nicht allein drinsitzen, da er sich nicht festhält, aber mit etwas Unterstützung beim Sitzen und vor- und zurück Gerenne (schweißtreibend), kann Kalle das Gefühl des Schaukelns näher gebracht werden. Und er genießt es…was man nicht alles für sein Kind tut. Auch haben wir gemeinsam die schwedischen Tauben gejagt…ich schreibe hier schwedische Tauben, da es sich nicht um Tauben sondern Krähen handelt…gefühlt nehmen sie hier die Funktion der Tauben ein. Nach einer gefühlt ewigen Zeit kam Uwe vollbeladen wieder. Natürlich hatte er das Wesentliche vergessen…die Köttbullar.
Zurück zu Hause sind wir gemeinsam mit dem Studienkollegen und seiner Familie essen gegangen…war viel besser als selber kochen 😉
Mit einem Blick auf den Wetterbericht, der nichts gutes verlauten ließ, beschlossen wir dieses mal unsere „Mütze“ auszuprobieren. Dabei handelt es sich um einen zusätzlichen Schutz unseres Aufklappdachs, welches in Form von einer „Stoffmütze“ einfach auf das Dach gespannt wird. Und es hat sich gelohnt, denn das Wetter wurde ungemütlich…

Empfehlung: Die Fußwege am Wasser in Vadstena und die Altstadt sind einen Besuch wert. Das Restaurant auf dem Campingplatz macht leckeres Essen.

Highlight: Sehr leckeres Abendessen auf dem Campingplatz in netter Gesellschaft.

TFI: 8

Hinterlasse einen Kommentar