Schweiz…ein Hauch gewohnte Normalität

Heidi ruft…

Die Schweiz begrüßte uns in ihrer vollen Pracht. Die sehr kurvenreiche Fahrt über die Berge führte uns an saftig grünen Wiesen vorbei, auf denen die Kühe weideten, vorbei an spektakulären Felsformationen bis hoch über die Baumgrenze zu kleinen Tiefen, befüllt mit Schnee und Eis. Letzteres war ein riesiger Hebel den Kindern die doch ziemlich lange und vor allem schauklige Autofahrt zu versüßen.

Eine kleine Schneeballschlacht gefällig? Wir sind bereit!
Weit und breit Berge

In Scuol angekommen wurden wir herzlich von sechs Hunden und der Familie (zwei Erwachsene und vier Kindern) begrüßt. Obwohl ein riesiges Gewusel herrschte, waren unsere Gastgeber ganz ruhig und entspannt, nahmen sich Zeit für unsere Fragen und bereiteten sogar noch für uns alle ein super leckeres Abendessen zu.

Aus der Ruhe kommt die Kraft…

…oder so ähnlich. Mit sich selbst verbunden (inneres Bonding) zu sein und für sich zu entscheiden ob die Situation es wert ist Kraft und Energie (beides endlich) zu verwenden, sich von der Unruhe anstecken zu lassen oder einfach bei sich und seinen Bedürfnissen und Aufgaben zu bleiben, zu fokussieren und das andere zu akzeptieren und … das wäre in meinen Augen die Königsdisziplin … sich vielleicht an der Lebendigkeit sogar zu erfreuen. Also eine Ordnung/Muster in der Unordnung/dem Chaos zu sehen und lieben zu können.

Wieder haben wir die Wahl uns für eine Perspektive zu entscheiden und das aus der Situation zu machen, was wir wollen. Klingt doch perfekt! Soetwas zu erleben, die Ruhe zu spüren, ist eine enorme Motivation – auch wenn wir gefühlt davon noch Lichtjahre entfernt sind. Aber Schritt für Schritt!

So war mein persönliches Ziel mit Vertrauen und Ruhe zuzuschauen, wie die Kinder mit den vielen Hunden spielten …

Am nächsten Tag fuhr die Kolonne (es war wahrlich eine) los, gen Kroatien. Mit Auto, Wohnwagen und Campervan war Platz genug für alle sechs Personen und fünf Hunde.

Vertrauen bedeutet nicht alles über jemanden zu wissen, sondern es nicht wissen zu müssen

Nun standen wir hier, in diesem wundervollen Haus, mit Garten und das mitten in den Bergen. Immer noch konnten wir es kaum glauben, dass uns dieses Vertrauen entgegengebracht wurde und uns für zwei Wochen Haus, Garten und die Haustiere anvertraut wurden. Na klar, haben wir gedacht, uns kann man soetwas zumuten … aber natürlich kennt man uns hier nicht und trotzdem … noch mehr hat es uns beeindruckt, dass jemand uns dieses Vertrauen schenkt. Wir hatten ja gerade die Erfahrung am eigenen Leib gemacht, nämlich was es für „Überwindung“ kostet, sein eigenes zu Hause unterzuvermieten. Aber wir haben das Vertrauen einer ganz lieben Familie gegeben und wissen unsere Wohnung in guten Händen (es war ein langer Prozess … dazu später vielleicht mal etwas mehr).

Damals konnten wir bei uns schon die Erleichterung spüren, die Wohnung in den Händen von jemandem, dem man vertraut, zu wissen. Umso schöner ist es, jetzt mal die andere Seite zu spüren – nicht Vertrauen zu geben, sondern Vertrauen zu empfangen. Ein wirklich wärmendes und rührendes Gefühl, was ein Geschenk ist und gleichzeitig Wertschätzung und auch Verpflichtung. Und genau das, auf der einen Seite diese Erleichterung, Leichtigkeit und Befreiung von Sorgen und Gedanken und auf der anderen Seite dieses positive Gefühl, welches es in dem anderen entfacht. Dies sind Dinge, die in uns das Bedürfnis geweckt haben mehr davon in unser Leben zu integrieren. Mal sehen wie wir das machen.

Pflichten und Rechte der HouseSitter

Wir durften alles nutzen, von den Zimmern (die Kinder hätten allein im eigenen Zimmer schafen können, aber sie wollten bei uns schlafen), über den Garten, die Gartengeräte, die Feuerstelle bis hin zum Kinderwagen (ein Thule Sport mit Bremsen hat sich in der bergigien Landschaft mit zwei kleinen Stadtkindern als sehr sehr hilfreich erwiesen).

Unsere Aufgaben waren, die Pflanzen im und außerhalb des Hauses zu gießen und zu pflegen, die acht Meerschweinchen zu füttern, einzucremen (sie hatten einen Pilz der behandelt w den wollte) und ihr zu Hause zu reinigen und die Hühner zu füttern und rein- und rauszulassen. Wir haben uns eine Routine erschaffen und morgens den größten Teil mit den Tieren erledigt (das war Uwe‘s und Kalles Aufgabe) während sich die Pflege der Pflanzen und des Hauses über den Tag erstreckten bzw. auf den Abend verlegt wurden.

Jeden Tag war Kuschelzeit

Ein wenig gewohnte „Normalität“

Es fühlte sich schon heimisch an wieder ein festes Dach über dem Kopf zu haben und das Bad nicht mit 30 anderen teilen zu müssen. Aber das Tollste war der Thermomix und der Backofen. Vor allem Letzteres ermöglichte uns zu backen, was im Camper nahezu unmöglich ist. (Es gibt eine Lösung, aber wir besitzen sie nicht). Und so wurde fleißig gebacken.

Endlich wieder Gamification beim Kochen
Frische Pizza aus dem Ofen
Nix geht über einen Quarkkuchen
Li la Lasagne

Das Wandern ist des Müllers Lust, doch nicht die unserer Kinder

Was kann man mit kleinen Stadtkindern so alles in der Schweiz unternehmen. Am ersten Tag folgten wir dem Tipp unserer Gastgeber und fuhren zum Schwimmen an einen kleinen Gebirgssee. Dort sind wir alle auf unsere Kosten gekommen: Ellie, die Wasserratte mit der Überzegung, dass sie ohne Hilfe schwimmen kann und Kalle, der sich ganz der Erforschung der Wasserechsen widmete. Als die Einheimischen jedoch plötzlch panisch begannen einzupacken, taten wir es ihnen nach und erreichten tatsächlich pünktlich zu den ersten Regentropfen das Auto. Da uns einige Gewitter heimsuchten, stiegen wir irgendwann auf ein Schwimmbad um.

Unser Fazit: Das Wetter im Gebirge kann sich sehr schnell ändern und es lohnt sich von den Einheimischen zu lernen.

Ellie hat uns mit einem neuen Feature überrascht
Kalle war, wie immer, sehr liebevoll mit den Tieren

Ansonsten halfen Themenwege immer wieder, dass die Kinder doch einige Meter zurücklegten.

Insgesamt erfordert Wandern gehen mit unseren Kindern:

  • Durchhaltevermögen (unsererseits)
  • Empathie (für ihre Nöte und Ausflüchte)
  • viel Geduld (oh ein Tier und oh ein Stein…)
  • Kompromissbereitschaft (doch nur den kurzen Weg)
  • Unterhaltungstalent (besonders – – – – Hoppelhasengeschichten sind bei uns beliebt)
  • Bestechungsmaterial (Schokikekse,…)

Fazit: lst ganz einfach 😉 Ich glaube unser Favorit mit den Kindern, in dieser Phase wird wohl Flachland bleiben.

Hier wird gerade die Unterhaltungstaktik angewandt
Ein schönes Beispiel für einen Kompromiss
Stationen auf dem Weg lassen ihn kürzer und interessanter erscheinen
Und hier der Beweis, dass sich die Mühen lohnen

Wo der Sprudel aus dem Wasserhahn kommt….

Ein Highlight, was tatsächlich half die Kinder zu einer absehbar langen Wanderung zu motivieren, waren die vielen natürlchen Quellen. Nicht einfach nur normale Wasserquellen, nein diese waren mineralisch – also Mineralwasser aus dem Wasserhahn. Alle hatten unterschiedliche mineralische Zusammensetzungen, mal mehr Mangan, mal mehr Eisen. Jedes mit seinem eigenen und individuellen Geschmack und Farbe. Kalle war so begeistert, dass er die Runde an den Quellen der Stadt anführte und reichlich trank. Auch im Laufe der Zeit sollten uns unsere Wege immer wieder an den Quellen vorbeiführen.

Unsere „Haus“- Quelle

In den nächsten Tagen gönnte ich mir mal eine Wanderung ohne Anhang. Während Uwe und die Kinder einen tollen Spielplatz entdeckten. Abends wollten wir den Kindern die Möglichkeit eines Stockbrot- und Lagerfeuererlebnisses ermöglichen. Es stellte sich jedoch heraus, dass am Ende wir diejenigen waren, die die Stäbe hielten und die Kinder lediglich ungeduldig nach dem Stand des Brotes fragten und dieses genüsslich verspeisten sobald es fertig und halbwegs kalt war.

Unser Learning: Auch wenn wir es noch einmal versucht haben, denn gern hält man ja an seiner eigenen Idee fest, ist, dass Eltern- und Kindersicht und -vorstellung teilweise sehr auseinandergehen können.

Hier noch voll dabei
Fünf Minuten später ist die Begeisterung und Kraft erschöpft und der Papa darf weitermachen
Erst das Löschen lässt die Lebensgeister wieder wach werden

Wir genossen es auch tageweise einfach im Haus zu bleiben. Das weitreichende Angebot an Spielzeug und Gesellschaftsspielen bot eine tolle Möglichkeit neue Dinge auszuprobieren.

Der Bagger, Drache und …
… das Trampolin waren hoch im Rennen.
Auch hier wieder Ravensburgerspiele. Das Spiel „Zauberberg“ faszinierte vor allem die Kleine.
Der Große widmete seinen Ehrgeiz dem Spiel „Schnappt Hubi!“
Traktorfahren geht immer

Pläne sind nix, Flexibität ist alles…

Ruhige drei Tage bescherte uns auch Kalles dicker Fuß. Er war irgendwo reingetreten und nun war sein Fuß dick. Als die Temperatur anstieg, entschieden wir uns zum Arzt zu gehen. Statt der gewohnten gefühlten 100 Anrufe bei Ärzten bzgl. Verfügbarkeit und dann die hoffentlich nur 99 Absagen, da keine Neupatienten aufgenommen werden, reichte ein Anruf um zwei Stunden später zum Arzt gehen zu können. Angekommen teilte sich nur ein einziger weiterer Patient das Wartezimmer mit uns. Wir wurden von einer sehr netten Ärztin empfangen, die sich viel Zeit nahm. Am Ende gingen wir mit Desinfektion, Cortison und einer, meiner Meinung nach, humanen Rechnung raus.

Tatsächlich dauerte es noch zwei weitere Tage bis der Fuß wieder halbwegs belastbar war. Kalle genoss die Ruhe und hörte viel Hörbuch.

Wie schlecht es ihm gegangen sein muss, merkten wir, die Schmerzschreiattacken in der Nacht vernachlässigt, erst, als er am dritten Tag voller Lebensfreude im Haus singend und pfeifend herumhüpfte.
So konnten wir nun unsere anderen Ausflugspläne wieder aufnehmen.

Über den Wolken

Es ging mit dem Lift, eine tolle Erfindung nicht nur für SkifahrerInnen und MountainbikerInnen, sondern auch Eltern mit Kindern, den benachbarten Berg hinauf bis auf über 2000m. So konnten wir etwas frische Höhenluft schnuppern ohne den beschwerlichen Weg mit den Kindern bezwingen zu müssen. Oben gab es einen tollen Spielplatz und überall – auch schon am See – sind Feuerstellen zu finden, die von den Einheimischen auch gern genutzt werden. Sehr kinderfreundlich, gab es auf dem Berg auch noch einen Märchenwanderweg den „Flurinaweg“. Flurina war die Schwester von Schellen Ursli, um den es eine in dem Kanton Graubünden sehr verbreitete Geschichte gibt. Runter ging es für die Jungs mit dem Trottinet (einem Roller). 10 km rollen lassen und die Landschaft genießen, eine wirklich tolle und eindrucksvolle Erfahrung.

Hoch hinaus mit der Seilbahn
Die Stationen des Flurinaweges boten viel Abwechslung
Eine Schaukel mit Aussicht
Ein kleiner Pumptrack für die kleinen Draufgänger
Und sie wurden immer mutiger mit jeder Runde
Und währendessen tänzelt Ellie über die Wanderwege

Die Eltern sagten es geht nicht, dann kamen die Kinder, ignorierten uns und hatten Spaß

Dies bewiesen uns die Kinder immer wieder. Vor allem an solchen Tagen, an denen wir zu Hause blieben und ihnen den Freiraum für freies und kreatives Spielen gaben … und uns Eltern etwas Ruhe und Entspannung. Insbesondere wenn die Kinder sehr viel Spaß hatten und keine Konsequenzen absehbar waren, fragten wir uns basierend auf was und welcher Stimme unser erstes Verbot basierte.

Bei dieser Selbstreflexion unterstützen die Kinder sehr stark, indem sie sich vor uns aufbauen und uns mit ihrem unschuldigen, fragenden Blick zu löchern scheinen und fragen: „Warum?“ Und wenn uns keine sinnvolle Antwort einfällt oder die Kinder sehr gut argumentieren, nehmen wir uns auch gern mal die Freiheit zurückzurudern, sie zu bestärken, indem wir ihnen Recht geben und sie machen lassen. An anderen Tagen jedoch, wenn sie sich ausprobieren und trotz mahnender Hinweise, die Konsequenzen unangenehm sind, scheuen wir uns auch nicht davor den Spruch zu sagen: „Das haben wir euch doch gesagt“ und zumeist selbst zu unterstützen.

Den Drachen, der sich überraschenderweise verknotet hat, als er auf dem Trapolin genutzt wurde zu entwirren oder zu trösten, wenn trotz Warnung wild auf dem Trampolin gegeneinander gesprungen wurde. Naja, einige Erfahrungen müssen die Kinder selbst machen und so groß der Beschützerinstinkt auch ist, wir als Eltern müssen das auch mal aushalten.

Und wieder ein Auf Wiedersehen

Nach zwei Wochen waren die Hausbewohner wieder da und wir begrüßten sie mit einem leckeren Essen. (das letzte Mal Thermomix kochen). Wir hatten einen schönen gemeinsamen Abend.
Am nächsten Morgen hieß es wieder Abschied nehmen. Noch einmal alles schnell machen, was so viel Spaß gemacht hat, wie mit den Hunden spielen, bzw. ein Abschiedsselfie mit ihnen schießen, noch einmal die frischen Möhren kosten und mit den Hühnern und Meerschweinchen kuscheln. Und dann hieß es auch sich von unseren lieben Gastgebern zu verabschieden, für das Vertrauen und diese tolle Zeit zu bedanken. Doch ein Abschied von der Schweiz sollte es noch nicht werden, denn wir durften noch ein paar Tage in ihrer Wohnung in St. Moritz übernachten.

Abschiedsroutine

Langsam wird der Abschied zur Routine, aber auch die Veränderung und das Neue. Um frei zu sein für das Neue und das Alte zu würdigen und in Erinnerung zu behalten, verabschieden wir uns immer explizit von alles Dingen: Tschüss Tisch, tschüss Meerschweinchen, … Auch beginnnen wir mehr über den neuen Ort zu berichten und uns gemeinsam darauf zu freuen. Das funktioniert ganz gut. Ab und zu ist noch Redebedarf zu dem Vergangenen oder wir erinnern uns gemeinsam, in dem wir Fotos anschauen und z.B. den Gastgebern schreiben.

Die Schweiz – unsere Eindrücke und was wir erfahren haben

Die Schweiz ist für uns Deutsche sehr teuer. Das liegt zum Einen an der Währungsumrechnung und zum Anderen haben wir bei den Gesprächen mit anderen Schweizern erfahren, dass auch bei ihnen momentan ein starker Preisanstieg zu verzeichnen ist. Um ein Gefühl zu geben: eine kleine Portion Pommes: 7,50€, ein Kaffee: 5€, Bratwurst mit Brötchen: 12€.

Um etwas Geld, auch gerade bei den Lebensmitteln, zu sparen bzw. was Neues zu probieren und den Nervenkitzel des nicht wissens was es sein wird, sowie die Kreativität aus dem was man hat etwas zu zaubern und natürlich Lebensmittel vor dem wegwerfen zu retten, nutzten wir ausgiebig TooGoodToGo. Es bescherte uns mal leckere, mal weniger leckere Dinge.

In den Bergregionen wird der Müll nicht per Müllauto abgeholt, sondern man muss sortieren, eine Jahresgebühr bezahlen und kann dann die Container nutzen. Und jetzt interessant für alle, die ein Haus bauen wollen: Besonders war in dem Haus, in dem wir wohnten, dass es einen Wäscheschacht gab, sodass die Schmutzwäsche aus jedem Stockwerk direkt in den Schmutzwäschebehälter neben der Waschmaschine im Keller „geworfen“ werden konnte. Bei viel Wäsche staute sich das auch gern mal bis nach oben. Ein weiteres tolles Detail war der Staubsaugerschacht. Wir schlossen praktisch den Schlauch an den Schacht und schon ging der Staubsauger an und der Dreck wurde direkt in einen Behälter im Keller geleitet.

Elternzeit in der Schwez ist wesentlich kürzer als in Deutschland und die Angebote der Kita sind oft nicht ausreichend bzgl. Plätzen und Zeiten um der Mutter zu ermöglichen voll arbeiten zu gehen. Tagesmütter sind kaum verfügbar. Unsere Gastgeber lösten dieses Problem so für sich, dass die Großeltern für drei Tage die Woche die vier Stunden lange Anreise auf sich nahmen um das Kind zu betreuen, während die Mutter arbeiten ging – was sie in St. Moritz tat und nicht direkt bei sich in Scoul.

Die Hunde der Familie, bei der wir gelebt haben, waren als Rettungshunde ausgebildet. Gerade in den unwegsamen Bergen und besonders bei Schnee sind diese unerlässlich. Uns wurde erzählt, dass es schon so einige Einsätze gibt, vor allem im Winter nach Lawinen. Dann ist leider die Überlebensrate nur sehr gering. Problem ist, dass die Menschen wenn sie verschüttet sind mit ihrem Atem, den Schnee vereisen, sodass dort kein Sauerstoff mehr durch kommt. Auch die Zeit bis die Hunde an Ort und Stelle des Unglücks sein können dauert zu lange, da durch die Kälte nach nur wenigen Minuten die Überlebenschance bereits stark sinkt. Also leider eher traurige Einsätze. Auf der anderen Seite sind die Einsätze im Sommer, wenn Wanderer vermisst werden oft von mehr Erfolg geprägt. Super spannend!
Übrigens haben wir schlechte Erfahrung mit Geld abheben gemacht. Das angebliche kostenlose Abheben mit unserer DKB Karte wurde immer wieder durch Gebühren von der Bank zunichte gemacht. Teilweise bis zu 10% des ausgezahlten Betrags. Und geht es ohne Bargeld? Größtenteils ja!

St.Moritz begrüßt uns mit nassem Blau…

Wunderschön erstreckte sich St.Moritz und sein See vor uns. Eine neue Stadt, noch höher in den Bergen gelegen und am Rande eines Sees, was der Stadt einen besonderen Charakter bescherte.

Klein, aber fein


Die Wohnung war sehr gemütlich, aber wesentlich kleiner als das Haus. Am Ende bestand sie auf zwei Räumen mit offener Küche und einem kleinen Bad. Aber wir fühlten uns sehr wohl. Die Kinder bezeichneten die Wohnung als Kinderparadies. Eher weniger wegen ihrer selbst, sondern, weil dort sehr viel Paw Patrol Spielzeug war. Die Wohnung war direkt am Wald gelegen und sehr ruhig. Wir haben mal wieder bemerkt, dass wir nicht viel Platz brauchen um uns wohlzufühlen …und das ist gut so, denn wir wollen ja fast ein Jahr nur in Campern wohnen 😁

Von oben sieht die Welt bunter aus…

Am ersten Tag stürzten wir uns ins Abenteuer und fuhren mit dem Bus zur Talstation um von dort auf dem Muottas Muragl mit der Zahnradbahn zu fahren. Die Aussicht war spektakulär. Es war möglich bis nach Italien zu schauen. Für die Kinder eher uninteressant, sie eroberten in Sekundenschnelle den Spielplatz. Es bedurfte einiges an Überredungskunst um sie zumindest zu einem kleinen Rundweg zu überreden. Es war wirklich schön! Als Motivation nutzten wir die Aussicht auf einen Besuch auf einem mega schönen Spielplatz, den wir direkt in der Nähe der kleinen Wohnung entdeckt hatten.

Alles Gute zum Nationalfeiertag…

…hieß es am 01.08.. An diesem Datum, so vermutet man, da nur Anfang August überliefert worden war, hatten sich die ersten Regionen zusammengetan um sich gegen die Besetzung der Österreicher zu stellen und um später aus noch anderen Verbündeten die Kantone zu bilden, die die Schweiz ausmachen. Dies wurde stets zum Anlass genommen zu feiern indem abends Feuer gezündet wurden, auf den Bergen (Höhenfeuer) und auf dem See. Bei Musik und Bratwurst mit Brötchen genossen wir die Musik, das Treiben und die Feuer. Ein tolles Erlebnis, auch wenn Ellie einiges davon verschlief.

Passiv Sport treiben

Das haben wir gemacht, als wir zu einem bekannten Surfer und Kitesurfing Strand gefahren sind und das wilde Treiben beobachtet haben. Es war total schön die Stimmung dieser Community zu spüren. Obwohl wir nicht auf dem Wasser waren, hat der Wind uns auch ein wenig das Gefühl von Freiheit und Lebendigkeit beschert. Zumindest hat Kalle beschlossen, dass neben seiner profession als Paraglider er auch professioneller Kitesurfer wird … viele Träume. Das ist wichtig!

Und dann hieß es endgültig tschüssie zu der Schweiz zu sagen und Ciao zu Italien

Denn wir sind auf einer Reise, neugierig für mehr und nach dieser Pause freuten wir uns schon wieder auf unser kleines mobiles Häuschen und in Bewegung zu sein.

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