Es ist soweit….wir sind unterwegs!

Nun heißt es Abschied nehmen von dem „Alten und Gewohnten“ und ein freudiges „Hallo!“ zu dem „Neuen und Unbekannten“.

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne … um diesen Zauber mit Leichtigkeit genießen zu können, vernachlässigen wir an dieser Stelle, dass ein Anfang kein Startpunkt ist, sondern eher ein Resultat eines bereits vorangegangenen Prozesses bzw. ein Zwischenpunkt/Haltepunkt in unserem Leben. Und, dass das Vorangegangene unter Umständen viel Kraft und Nerven gekostet hat…Dazu vielleicht später mehr – je nach Lust und Laune 😜

Wie startet eigentlich solch eine große Reise?
Das haben wir uns auch gefragt. Nachdem das große Feuerwerk, der Trommelwirbel und das Naturwunder ausblieb, lag es an uns den Start „besonders“ zu gestalten … jaja immer diese Eigenverantwortung: du bist verantwortlich für dein Leben bla bla … Aber wir haben dies sehr gern auf uns genommen und uns in unserem Stammcafe gestärkt, von den Bäumen, Haus und Spielplatz gebührend verabschiedet und sind dann feierlich mit Ruhe und mit einem take away Kaffee ausgerüstet (natürlich nur dir Erwachsenen) ins Auto gestiegen und losgedüst.


Unser erstes Ziel: das schöne Elbflorenz … für die, die nicht wissen, was sich dahinter verbirgt, hier die Auflösung: Dresden.
Für diejenigen, die uns noch nicht so lange oder gut kennen, wissen ggf. nicht um die Bedeutung von Dresden für uns und warum es sich für uns bestens für einen Start bzw. (NEU-) Anfang geeignet hat.
Erster und wichtigster Grund: ganz ganz liebe Freunde haben uns aufgenommen und den Raum gegeben uns zu ordnen (was definitiv nötig war … vielleicht outen wir uns und zeigen wie unser Auto bei Abfahrt gepackt war).


In Dresden haben wir beide studiert, uns kennengelernt, Volleyball gespielt – mal mehr mal weniger erfolgreich, viele gemeinsame Freunde und einfach eine mega schöne Zeit verbracht. Jede Rückkehr gibt uns einen kleinen Blick zurück in diese wundervolle, zurückschauend unbeschwerte Zeit. Meine Eltern haben mir immer gesagt, dass das Studium eine der schönsten Zeiten des Lebens ist … habe es nie geglaubt, muss aber eingestehen, dass es sich jetzt ähnlich anfühlt.
Also perfekt für den Beginn (vlt. ein netter Kompromiss zwischen Anfang und Start) unserer Reise.
Eine Reise, die uns nicht nur durch verschiedene Länder führen soll, sondern auch als Familie weiter zusammenwachsen lassen soll, jeden Einzelnen Raum zum ausprobieren, lernen und wachsen ermöglichen soll (zugegeben wird wohl ein Schwerpunkt in der Familienkonstellation sein wie die ersten Tage als Erfahrung zeigen, aber auch in Beziehungen und gerade dort wächst man ja schließlich individuell), unseren Horizont erweitern und einfach eine geile Zeit sein soll … ohne Termine, Verpflichtungen … einfach im flow – so die naive Vorstellung. Was uns dazu bewegt hat diesen Schritt zu gehen … dazu komme ich bestimmt später einmal.
Nachdem mich gerade nach Tagelanger Prokrastination ein Schreibanfall heimgesucht hat, versuche ich zu fokussieren und zumindest im Folgenden die ersten Tage, Ereignisse und Herausforderungen noch einmal etwas konkreter darzustellen.

Ich war stehengeblieben bei der Fahrt nach Dresden. Während Ellie schlief, Kalle sich in seinem Hörbuch verlor, welchem er über seine Kopfhörern aufmerksam folgte, ich döste und Uwe konzentriert fuhr, machte es auf einmal „Blong“ … und schwupps hatten wir einen Steinschlag … nach nur einer Stunde Fahrt. Auf die Frage der virtuellen Assistenz von Carglass ob ein zwei Euro Stück auf den Riss passte, antwortete ich „mehrere“. Damit kam mein Gesprächspartner leider nicht klar und ich wurde aus der Leitung geschubst. Ein paar Anrufe später und mit bereits einem Riss der quer (Beifahrerseite) über die Frontscheibe ging, hatte ich einen Termin für Montag um 10:10 Uhr bei Carglass (es besteht keine Werbepartnerschaft!!) in Freiberg bekommen. Das hieß für uns vier weitere Tage mit Riss in der Scheibe und vier Stunden ungeplanten Aufenthalt in Freiberg. Und so lernten wir bereits nach einer Stunde, dass das Schicksal über Pläne nur lacht und die Kompetenz flexibel und optimistisch zu sein wichtig für unsere weitere Reise sein wird.
(Und wieder etwas für das nächste Bewerbungsgespräch) Inwiefern es uns gelungen ist oder nicht … dazu später mehr.

Erst einmal Dresden. Wir wurden super herzlich empfangen, uns wurde viel Vertrauen entgegen gebracht und wir durften an dem Familienalltag teilnehmen, sowie die Erfahrung am Rand einer Stadt zu wohnen und im Haus zu leben auskosten. Besonders das war total spannend, denn neben all den erwähnten Zielen ist es auch eines von uns auch ,ein Gefühl zu bekommen, wie wir leben wollen: im Haus, in einer Wohnung oder im Trailerpark 😉, Weltmetropole, Zentrum, Stadtrand oder Dorf, …
Neben den ersten Boulder Erfahrungen für die Kinder, anbaden im Pool im Garten und gemütlichen Grillen im Garten, genossen wir vor allem das Beisammensein mit lieben Freunden. Immer wieder eine klare Erkenntnis für uns 😁.
Nachdem wir, mit Unterstützung, Sonntagabend alles halbwegs im Auto verstaut hatten (einiges durfte in Dresden bleiben), ging es am Montagmorgen los … mehr dazu allerdings später. Denn Uwe ist fast fertig mit der Gute Nacht Geschichte für die Kinder … es ist bereits 22:00 Uhr … und ich bin vor lauter frischer Luft auch schon Hundemüde …

Nun Gute Nacht ihr Sorgen, leckt mich am Arsch bis morgen, und morgen geht’s mit besonderem Fleiße wieder an die selbe Scheisse.

Wilhelm Busch

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